8.4. 14h Menschenkette gegen Polizeikontrollen: Verteidigen wir die ASZ!

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Stopp den Polizeikontrollen gegen die Autonome Schule Zürich!

Mit einer Menschenkette zwischen dem Lindenplatz und dem Farbhof protestieren wir am Mittwoch, 8. April, 14 Uhr, gegen die ständigen Polizeikontrollen in unmittelbarer Nähe und vor der Schule. Wir fordern von Polizeivorstand Richard Wolff ein sofortiges Ende dieser Kontrollen.

Damit unsere gewaltfreie Aktion ein Erfolg wird, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen:

Treffpunkt: 14 Uhr 
Autonome Schule, Bachmattstrasse 59
(Tram 2 bis Bachmattstrasse)

Fast täglich gibt es rund um den Standort der ASZ an der Bachmattstrasse in Altstetten Polizeikontrollen, die sich gegen Kursteilnehmende und Mitglieder der Schule richten. Die Kontrollen finden an der nahegelegenen Tramstation statt oder direkt am Eingang der Zwischennutzung des Vereins „Zitrone“, in dessen Gebäude sich die ASZ befindet.

Die ASZ ist ein selbstorganisiertes migrantisches Bildungsprojekt, in dem kostenlose Deutschkurse einen Grossteil der Schulaktivitäten ausmachen. Daneben finden Fremdsprachenkurse und zusätzliche Projekte wie eine eigene Zeitung, Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen sowie ein wöchentliches Kino statt. Mittlerweile nehmen jede Woche rund 500 Personen an den Kursen teil, vor allem Asylsuchende und Sans-Papiers.

Verhaftung in den Räumlichkeiten der Schule

Bei den Kontrollen müssen die Leute ihre Ausweise zeigen. Teilweise kommt es dabei auch zu Verhaftungen wegen eines vermuteten illegalen Aufenthalts. Zudem markiert die Polizei permanente Präsenz, indem sie um das Haus fährt. Verbunden mit den Kontrollen schafft dies ein ständiges Gefühl der Unsicherheit und von Stress. Im vergangenen November drangen Polizeibeamte sogar grundlos in die Räumlichkeiten der Schule ein und verhafteten einen Aktivisten der Schule. Diese krasse Verletzung des geschützten Ortes ASZ verurteilen wir scharf.

Verstoss gegen Vereinbarung

Bei den Kontrollen in der unmittelbaren Nähe der ASZ handelt es sich offensichtlich um reine „Routinekontrollen“ ohne konkrete Verdachtsmomente. Sie stellen somit einen klaren Verstoss gegen die Abmachungen dar, welche zwischen der Schule und Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) sowie Polizeikommandant Daniel Blumer im April 2014 getroffen wurden. Die Führung der Stadtzürcher Polizei sicherte damals zu, dass es rund um die ASZ keine Personenkontrollen wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt geben soll. Auch sollte es keine Kontrollen ohne Verdachtsmoment und nur aufgrund der Hautfarbe geben („racial profiling“).

Was für ein Zürich wollen wir? Ein Zürich, das Bildung für alle garantiert? Oder ein Zürich welches die Polizei einsetzt, um Bildung zu behindern? In welchem Land befinden wir uns? In Nordkorea oder in China? Nicht mal in diktatorischen Ländern, werden Schulen verletzt. Nur Boko Haram, die fundamentalistische Terrorgruppe in Nigeria, ist gegen Schulen.

Stopp den Polizeikontrollen rund um die ASZ!

Die Polizei gibt uns kein Gefühl der Sicherheit, im Gegenteil. Die Polizei ist zu einem Symbol für Angst geworden. Wir wollen keinen Polizeistaat. Wir haben genug von der polizeilichen Aggression.

Wir fordern Polizeivorstand Wolff und seine Polizeiführung auf, dafür zu sorgen, dass die Polizeikontrollen in der unmittelbaren Nähe der ASZ sofort aufhören. Zudem fordern wir, der Praxis des „racial profiling“ auf dem gesamten Stadtgebiet ein für alle mal ein Ende zu setzen.

Autonome Schule Zürich
Verein Bildung für Alle