Bitte unterschreiben und weiterleiten: Online-Petition ASZ statt Wirtschaftsförderung im Stadtzentrum:

Seit dem 10. November ist die Autonome Schule Zürich (ASZ) im Herzen der Stadt, am Sihlquai 125, zu Hause. Die ASZ will dort langfristig bleiben. Angaben der Stadt über die Verfügbarkeit der Räume zeigen, dass dies möglich ist. Dazu braucht es nichts weiter, als dass die freistehende Fläche nicht an das StartUp-Projekt Blue Lion, sondern an die ASZ vergeben wird.

Anfangs November 2015 stand die Autonome Schule Zürich (ASZ) auf der Strasse. Nach intensiver Suche zeigte sich, dass am Sihlquai 125 ehemalige Räume der Zürcher Hochschule der Künste leer stehen. Deshalb ist die ASZ nun seit dem 10. November im Zürcher Kreis 5 zuhause.
Die Vollversammlung der ASZ hat am Freitagabend, 13. November, entschieden, dass ein langfristiger Verbleib am Sihlquai für das Projekt klare Priorität hat. Die ASZ ist begeistert von der spannenden Nachbarschaft am neuen Standort und sieht viele Anknüpfpunkte zu anderen Projekten. Sie erfährt auch weiterhin viel Zustimmung und Solidarität von Nutzer_innen des Hauses und in der Öffentlichkeit.

Zur Unterstützung ihrer Forderung nach einem Verbleib im Stadtzentrum hat die ASZ heute eine Onlinepetition gestartet: www.aszbleibt.ch.

Bereits haben AL-Gemeinderat Niklaus Scherr, die SP-Nationalrät_innen Mattea Meyer und Cédric Wermuth sowie Luca Maggi, Vize-Präsident der Grünen Schweiz, die Forderung «ASZ statt Wirtschaftsförderung ins Stadtzentrum» unterschrieben.

Unverständliche Raumvergabepolitik der Stadt

Die Räume am Sihlquai werden von der Stadt Zürich verwaltet. Anstatt der ASZ aber die zentralen Räume zu geben, wollen die Stadträte die ASZ nach Schwamendingen verdrängen.
Aus der Werkerei Schwamendingen soll Anfang nächstes Jahr das Wirtschaftsförderung-Projekt BlueLion, an dem die Stadt ans Sihlquai zügeln. Die freiwerdenden Räume in Schwamendingen würden dann für die ASZ frei.
Es ist unverständlich, dass günstige städtische Räume an ein Wirtschaftsprojekt vergeben werden sollen, das sich mit seinen potenten Partnern wie Swisscom oder ZKB im Rücken ebenso gut auf dem freien Markt die benötige Nutzfläche verschaffen könnte. Zudem ist die Wirtschaftsförderung in der Zwischennutzung am Sihlquai mit dem Impact Hub bereits gut vertreten.

Eine ASZ am Sihlquai ist möglich

Gemäss der Angaben, welche die Stadt in einem Brief an die Nutzer_innen der Zwischennutzung am Sihlquai macht, ist eine ASZ am Sihlquai 125 in der gewünschten Grösse möglich. Die ASZ nutzt gegenwärtig drei Räume (weitere Nutzungsmöglichkeiten sind in Abklärung): Den Raum 003 (70 qm2) und den Projektraum 008 (75 qm2) im Erdgeschoss sowie den Projektraum 101 im 1. Obergeschoss (260 qm2). Gemäss schriftlichen Aussagen der Stadt gegenüber den Mieter_innen der Zwischennutzung kann die ASZ die zwei kleineren Räume – das Einverständnis der übrigen Nutzer_innen betreffend des Projektraums 008 vorbehalten – auch längerfristig nutzen. Damit die ASZ am Sihlquai auf die gewünschte Nutzfläche kommen kann, genügt es, dass die Stadt Zürich den Projektraum 101 der ASZ zur Verfügung stellt und nicht dem von ZKB und Swisscom getragenen „StartUp-Inkubator“.

Ein mutiges Zeichen gegen Angstmacherei und Ausgrenzung

Die Vergabe von Räumen ist eine politische Frage. Migrantische Projekte dürfen nicht an den Stadtrand verdrängt werden. In Zeiten der verbreiteten Hetze gegen Flüchtlinge hat die Stadt die Gelegenheit – in praktischer Umsetzung des entsprechenden Stadtratsbeschlusses vom 24.9. – das zivilgesellschaftliche Engagement in der Flüchtlingsfrage zu stärken. Sie kann ein mutiges Zeichen gegen Angstmacherei und Ausgrenzung setzen und eine ASZ im Stadtzentrum möglich machen.

Ausführliches FAQ zu den Gesprächen der ASZ mit der Stadt (PDF)