Solidarität mit den Geflüchteten in der Saint-Laurent Kirche in Lausanne

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Autonome Schule Zürich, 12.3.2015

Das Dublin-Abkommen besagt, dass Asylsuchende in jenem Land vom internationalen Recht auf Asyl Gebrauch machen dürfen, wo sie zuerst den europäischen Boden betreten. Was dies bedeutet ist klar: Die Länder an den Grenzen Europas müssen alle Menschen aufnehmen, die beispielsweise von afrikanischen Ländern oder aus dem nahen Osten nach Europa kommen. Das Dublin Abkommen ist ein absurdes Konstrukt der Europäischen Union. Es entspricht jedoch der Logik der gegenwärtigen politischen und ökonomischen Situation. Die reicheren Länder des Nordens sind die Profiteure des Abkommens, indem sie den Ländern an den Grenzen den Grossteil der Verantwortung zuschieben. Italien hat zu Recht im letzten Jahr viele Geflüchtete ohne Fingerabdrücke nach Norden ziehen lassen und somit signalisiert, dass sie nicht bereit sind, alle Lasten zu tragen. Für die Geflüchteten bedeutet dies jedoch eine Situation konstanten Drucks und Angst vor Inhaftierung und Rückschaffung nach Italien. Und dort erwartet sie ein Leben auf der Strasse, weil es fast keine staatlichen Asylstrukturen gibt, sprich keine Unterkünfte und finanzielle Unterstützung. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise ist die Arbeitssituation für Migranten sehr prekär und findet meist unter miserablen Bedingungen und extremer Ausbeutung statt.

Die Menschen haben das Recht zu wählen, in welchem Land sie Asyl stellen wollen.  Es darf nicht aufgrund geographischer Gegebenheiten, die tatsächlich nur vorgeschoben sind, um politische Absichten zu verschleiern, diktiert werden. Die internationalen Institutionen der Menschenrechte befinden sich in der Schweiz, aber wenn die Schweiz konfrontiert ist mit Geflüchteten, die sich auf diese Rechte berufen, gelten die aggressiven Gesetzte des Nationalstaates, und er zwingt sie, das Land zu verlassen.

Wir fordern, dass die Schweiz mehr Geflüchtete aufnimmt und ihnen die vollen Rechte zugesteht (Recht auf Niederlassung, Recht auf Arbeit, Recht auf Bildung, Recht auf Bewegungsfreiheit, Recht auf politische Partizipation). Wir fordern die Abschaffung des Dublin-Systems. Wir fordern einen Stopp der Ausschaffungen und Rückführungen nach Italien. 

Unterschreibt die Soli-Erklärung mit der Besetzung hier!

Das Solidaritätsschreiben der ASZ als PDF zum Downlaod