Stop #RacialProfiling! Statement der ASZ zum Prozess von Mohammed Wa Baile

[[{"fid":"262","view_mode":"default","fields":{"format":"default","field_file_image_alt_text[und][0][value]":"","field_file_image_title_text[und][0][value]":""},"type":"media","link_text":null,"attributes":{"height":795,"width":795,"style":"width: 300px; height: 300px; margin: 30px; float: right;","class":"media-element file-default"}}]]Wir stellen uns hinter Mohamed Wa Baile, der sich vor Gericht verantworten muss, weil er den Mut hatte sich einer rassistischen Polizeikontrolle zu widersetzen. Wir wissen, Mohamed ist kein Einzelfall, tagtäglich erleben viele Menschen in Zürich, und in der ganzen Schweiz, Diskriminierung wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens, weil sie als „fremd“ angesehen werden. Darum steht Mohamed auch stellvertretend für alle vor dem Gericht.
 
Racial Profiling führt dazu, dass für einen Teil der Gesellschaft die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt, sie gelten immer als verdächtig. Die ständige Angst von der Polizei kontrolliert und blossgestellt zu werden, ohne etwas getan zu haben, ist eine grosse psychische Belastung. Eine Kontrolle ist mehr als das blosse zeigen des Ausweises, man wird in der Öffentlichkeit ausgestellt, als potentielle*r Kriminelle*r, auch wenn man sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.
 
Dies führt zu Ausgrenzung, diese Praxis macht Menschen anders, indem man sie nicht gleich behandelt. Was denken Mitarbeiter*innen, Chef*in, Bekannte und Unbekannte, wenn man in aller Öffentlichkeit wie ein*e Kriminelle*r behandelt wird?
 
Auch die in der Gesellschaft tief verankerten Vorurteile vom kriminellen Ausländer werden dadurch verstärkt. Diskriminierung geht uns alle an und wenn wir nichts dagegen tun akzeptieren wir sie. Leider wird viel zu oft weggeschaut, Probleme werden kleingeredet oder negiert, das führt dazu, dass sich Diskriminierung immer mehr in den Strukturen unserer Gesellschaft einprägt. Diskriminierung wird normal. Das gilt auch für Racial Profiling.
 
Wir akzeptieren diese Diskriminierung nicht und unterstützen die Forderungen der Allianz gegen Racial Profiling.
 
Twitter: @AllianzNoRacism #Racial Profiling #AllianzgegenRassismus
 
Das Statement der ASZ als PDF zum Download: PDF icon Handout_Racial_Profiling.pdf